New CD release:

 

Anton Bruckner & Michael Haydn

Motets (2021 March)

 

Performers:

MDR Rundfunkchoir Leipzig

Sebastian Krause, Eckart Wiegräbe, Uwe Gebel, Fernando Günther (trombone)

Philipp Ahmann (conductor)

 

Label: Pentatone

 

Reviews:

„(…) I happened to listen to it on Qobuz myself and was thoroughly bowled over by both the performances of the well-known Bruckner choral works and the new (to me) choral music of Michael Haydn.

(…) Not only are the performances at the highest level, but I’d say that the sound quality has probably reached a new pinnacle of realism in recordings of choral music. (…)

The Bruckner works have been recorded many times before, and, although a number of previous recordings have certainly captured the essence of this music, I’ve never heard the choral balance as much to my liking as on this recording.

To my ears, some choral recordings are top heavy, with too much of the soprano parts in the balance, so that when one arrives at a particularly intense portion of a work (such as the fortississimo – or, as we Yanks like to say, “triple forte” – climax on the word, “pacem” in bar 47 of Virga Jesse – 2:04 in this performance), the sound becomes more than a bit piercing. There’s not even a trace of that problem on this Pentatone release. I did a comparison of a few of the Bruckner works on this recording with those on the hänssler Classic recording, with Marcus Creed and the SWR Vokalensemble Stuttgart (part of hänssler’s SWR music series). This is another recording I love, and I picked it for comparison because it’s also recorded in multi-channel (as a physical SACD).

Of course, it has Bruckner’s E-minor Mass on it, instead of the Michael Haydn works. And the works on the hänssler recording are also performed and recorded wonderfully (with a bit more sound in the surround channels). But, if forced to make a choice between the two, I’d pick this Pentatone album for its even closer to perfect choral balance and even more tactile sound quality. (…)

Philipp Ahmann seems to have considered every aspect of interpretation of these Bruckner works, with the MDR Leipzig Radio Choir producing a total achievement in terms of intonation, balance, dynamic range, nuance/color, and shaping of the phrases. In the two tracks which include trombones (Inveni David and Afferentur regi), those instruments are balanced perfectly, and almost sound like natural extensions of the choral texture itself. Outstanding!

(…) Yes, come for the Bruckner, but, by all means, stay for the Michael Haydn!

This is an incredible release.“

Chris Salocks, musicweb-international.com, June 2021

 

 

„The MDR Leipzig Radio Choir is a relatively large body and recorded slightly distantly in Leipzig’s Paul-Gerhardt-Kirche, resulting in a warm, well-blended choral sound. (…) There is definitely a place for these interpretations in the Bruckner discography. Anyone interested in the Michael Haydn motets need not hesitate.“

Christian Hoskins, Gramophone Magazine, May 2021

 

„An excellent choir with a feel for breadth and spaciousness of Bruckner´s motets placed in an appropriately resonant acoustic in the music space to breathe. Michael Haydn´s sacred music is an interesting choice as coupling – a reminder of a composer that we can do with knowing better on this evidence.“

Jeremy Sams, Record Review, BBC Radio 3, 13. March2021

 

„Deze koorwerken van Michael Haydn en Anton Bruckner zijn bij het MDR-Rundfunkchor onder leiding van Philipp Ahmann in de best denkbare handen en de opname (Jean-Marie Geijsen van Polyhymnia tekende ervoor) laat werkelijk niets te wensen over. Dit noemen we dan kort en bondig: een aanwinst!“

Aart van der Wal, www.opusklassiek.nl/cd-recensies/cd-aw/bruckner35.htm, March 2021

 

„Philipp Ahmanns MDR-Chor präsentiert geistliche Chormusik nah an der Vollkommenheit – Philipp Ahmann hat mit seinem MDR-Rundfunkchor eine CD produziert, die Motetten Anton Bruckners und Michael Haydns kombiniert und musikalisch wie aufnahmetechnisch reif für die Insel ist.

(…) Etwas anderes ist es allerdings, wenn sich der Chor des Mitteldeutschen Rundfunks und sein neuer Chef Philipp Ahmann auf ihrer neuen CD dieser Musik annehmen. Denn sie sind der perfekte Klangkörper für Bruckners aphoristisch überbordenden Reichtum. Zunächst einmal ist der Chor groß, was sich bestens trifft mit der Ästhetik des grundsätzlich groß denkenden Bruckner. Und weil er überdies sensationell gut ist, geht, seinem Bruckner ohne das Brünftige aus, das zumal männliche Laien im Übereifer des Gefechts gern entwickeln, wenn sie sich ihrer Großartigkeit gerade besonders sicher sind.

Noch eindringlicher ist allerdings das, was der Leipziger Rundfunkchor am anderen Ende des dynamischen Spektrums anstellt: Dieses selbst an der Hörgrenze noch satt den Raum und die Seele flutende Pianissimo, diese Kammerchor-Transparenz im Großchor-Klang, das kann so nicht nur kein Laienchor dieser Welt, das können auch nur sehr wenige andere Profi-Ensembles.

Philipp Ahmann nutzt diese schier unbegrenzten Möglichkeiten seines nicht um ihrer selbst willen, sondern lässt sie für Bruckners Motetten (…) in seinem sehr schlüssigen, wortgezeugten, so disziplinierten wie sinnlichen Konzept von romantischer Kirchenmusik aufgehen, das seine Wurzeln tief in die polyphonen Traditionen der Gattung schlägt.

Denen sind die Motetten Michael Haydns, des Mozart-Freundes und Bruders des weit berühmten Joseph, naturgemäß näher. Für Bruckner stellten sie ein wichtiges Bindeglied zur noch älteren Musik dar. Diese so schlichten wie prachtvollen Motetten, von denen die exzellent produzierte CD des MDR-Chors sechs präsentiert, sind trotz ihrer einstigen Popularität im liturgischen Gebrauch mittlerweile beinahe völlig von den Choremporen verschwunden. Und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie in den gut zweieinhalb Jahrhunderten seit ihrer Entstehung niemals so gut gesungen, so subtil durchgestaltet, so nah an der Vollkommenheit ausmusiziert wurden wie nun vom Leipziger Rundfunkchor.

Peter Korfmacher, Leipziger Volkszeitung, April 2021

 

 

„Anton Bruckners Motetten gelingen dem MDR-Chor unter der Leitung von Philipp Ahmann bezwingend – Philipp Ahmann hat mit seinem MDR-Rundfunkchor bei Pentatone eine auf den ersten Blick ungewöhnliche Platte vorgelegt. (…) – Potenter Chor – Der MDR-Chor, den Philipp Ahmann nach langen Jahren in Hamburg beim NDR seit 2020 leitet, erweist sich als kultiviertes Ensemble, getragen von konzentrierten, klar profilierten Registern, auf deren Basis eine leuchtende Linearität entfaltet wird. Ahmann geht behutsam auf die Eigenarten Haydns ein, verhilft im Verbund mit dem Chor dessen Musik zu Größe und Glaubwürdigkeit – auf großem Atem, dazu mit bestechend klarer Diktion. In keiner der beiden ästhetischen Sphären lässt das Ensemble diese Qualitäten vermissen. Bei Bruckner ist eine nochmals gesteigerte Weite der Ausdrucksmöglichkeiten zu verzeichnen, auch dynamisch: In dieser Hinsicht ist der MDR-Rundfunkchor ein Klangkörper, der seine Mittel perfekt zu kontrollieren weiß, so dass feinste Differenzen – in relativ großer Besetzung hochattraktiv – ebenso zur Geltung kommen wie die energische Attacke. Dabei entfaltet der Chor auch in extremen Randlagen – hoch wie tief – einen sehr freien, unforcierten Klang. Das von vier Posaunen begleitete Offertorium 'Inveni David' lässt einen veritablen Männerchor hören, in für Bruckner typischer Klanglichkeit.

Philipp Ahmann lässt in fließenden, freien, niemals gedrängten Tempi musizieren, auf der Basis eines schönen Grundpulses. Intonatorisch sind keinerlei Probleme zu verzeichnen, in allen Lagen und Registern gerät diese Sphäre gelöst und selbstverständlich. Vor allem Bruckner, aber auch Haydn werden mit einem Fest der weit gespannten Linie gefeiert, gegliedert mit klug gesetzten Akzenten und Generalpausen, die nicht nur bei Bruckner ein Stilmittel sind. Das Klangbild der in der Leipziger Paul-Gerhardt-Kirche entstandenen Aufnahme ist von einiger Größe, gliedert das Volumen klar und nachvollziehbar, lässt die Register in gelungener Balance Profil gewinnen.

Jeder Chor von solchem Format muss Bruckners Motetten lieben – etliche Neueinspielungen in jüngerer Vergangenheit zeugen von einer gewissen Renaissance. Sie gelingen auch hier beim MDR-Chor bezwingend. (…)“

Dr. Matthias Lange, Klassik.com, 12.5.2021

 

 

 

New CD release:

 

nine(birds)here

(2020 November)

 

Choral music by Ian Wilson und Ivan Moody (world premiere recordings)

 

Performers:

NDR Chor

Raschèr Saxophone Quartet

Philipp Ahmann (conductor)

 

Label: Es-dur

 

 

 

Nominated for the OPUS KLASSIK AWARD 2021:

 

- best world premiere recordings

- conductor of the year

- ensemble of the year

 

 

Reviews:

 

"Zwei hochoriginellen Komponisten der Gegenwart aus Großbritannien bot der NDR Chor vor einigen Jahren ein erinnerungswürdiges Forum. Was die beiden Komponisten außer dem gemeinsamen Geburtsjahrgang 1964 verbindet, ist die Empfänglichkeit für lyrische und epische Wortkunst und die Vorliebe für menschliche Stimmen. (…) Wilson wie Moody entdeckten für sich den Beziehungszauber, der zwei vermeintlich unverträgliche Klangfamilien quasi genetisch bindet: den gemischten Chor und das Saxofonquartett.

(…) So ist es kaum verwunderlich, dass das hochrenommierte Raschèr Saxophone Quartet etliche Komponisten mit Werkaufträgen für eben diese Besetzung betraute, darunter den Italiener Luciano Berio und den Esten Erkki-Sven Tüür. Entsprechend angeregt, ließen sich auch Wilson und Moody verführen, dem Gattungszwitter zu huldigen. (…) Philipp Ahmann, von 2008 bis 2019 künstlerischer Leiter des NDR Chors, zur Halbzeit seiner fruchtbaren, dem A‑cappella-Gesang zugeneigten Hamburger Jahre (…).

Die von Ahmann kenntnisreich erläuterte Edition, deren Aufnahmen 2014 und 2015 im Rolf Liebermann-Studio des NDR entstanden, koppelt kürzere Chorstücke beider Komponisten (Wilson vertonte lyrische Stenogramme von E. E. Cummings, Moody liturgische Dichtungen der Ostkirche) mit jeweils einer ausgedehnten Komposition für Chor und Saxofonquartett. (…)"

5 Sterne

Lutz Lesle, Das Orchester, Mai 2021

 

 

"Zwei britische Komponisten desselben Jahrgangs, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: modern, aber nicht avantgardistisch der eine (Wilson), orthodox und archaisch der andere (Moody). Die Interpretationen des NDR Chors nimmt für beide gleichermaßen ein.

Zuallererst fällt bei dieser CD die äußerst intelligente Programmierung ins Auge: man nehme zwei britische Komponisten – den Nordiren Ian Wilson und den Engländer Ivan Moody –, die im selben Jahr, 1964, geboren wurden. Dann suche man sich jeweils drei Chorwerke dieser Komponisten aus: ein großes und zwei kleinere. Und die beiden großen Stücke bedienen zusätzlich noch ein relativ neues Genre, das zudem vom auf der CD – neben dem NDR Chor – aktiven Raschèr Saxophone Quartet ins Leben gerufen oder zumindest tatkräftig gefördert wurde: Chormusik mit Saxofonquartett. (…)

Die Aufnahmen entstanden 2014 bzw. 2015. Zu dieser Zeit war Philipp Ahmann noch Chefdirigent des NDR Chors; von ihm stammt auch der sehr kenntnisreiche Beihefttext und daher wahrscheinlich auch das Konzept der CD.

Sind Wilson und Moody auch Altersgenossen, so könnten ihre Klangsprachen doch kaum unterschiedlicher ausfallen. Diese Unterschiede manifestieren sich aufs Schönste in den beiden Werken mit Saxofonen.

Ian Wilson, der „modernere“ der beiden, orientiert sich gern an Bildender Kunst des 20. Jahrhunderts. Little Red Fish setzt einen äußerst sinistren aus Oskar Kokoschkas Die träumenden Knaben in Musik. Chor und Saxofonquartett bilden hier eine Einheit in Musik und auch Geräusch (Klappen der Instrumente, Konsonanten der Sänger), die in ihrer Intensität faszinierend anmuten kann (…) Wilsons zwei Werke für A-cappella-Chor, die hier vorgestellt werden, nine(birds)here und I carry your heart nach Texten von E. E. Cummings, wissen auf kleinerem Raum mindestens ebenso stark zu beeindrucken, insbesondere die birds, deren intrikate Harmonik dieses Diptychon länger wirken lässt als die tatsächlichen drei Minuten. Auf jeden Fall ist das Gespür Wilsons für einen dichten, gleichzeitig transparenten und stets der Stimme zugewandten Chorklang evident.

Das trifft auch für Ivan Moody zu, dessen Klangsprache jedoch blockhafter, archaischer wirkt. Folgerichtig bildet das Saxofonquartett in Moons and Suns nach einem Text aus dem finnischen Nationalepos Kalevala eine vom Chor klar abgegrenzte eigene Identität. Moody studierte bei John Tavener, und wie dieser benutzt er seine Musik vor allem, um seiner christlich-orthodoxen Religion künstlerischen Ausdruck zu verleihen – auf der Basis einer klaren, einfachen, tonalen Tonsprache, die gelegentlich wohl an Pärt und Tavener erinnert, ohne je epigonal zu wirken.

Der NDR Chor gibt mit seinen glasklaren Interpretationen ein überzeugendes Plädoyer für zwei Komponisten ab, deren Werke, so wenig spektakulär sie beim ersten Hören klingen mögen, letztlich im Gedächtnis haften bleiben."

5 Sterne

Thomas Schulz, Neue Zeitschrift für Musik, www.musikderzeit.de, April 2021

 

 

"(…) die Musik von Ian Wilson (*1964) ist patchworkartig strukturiert. Klangflächen überlappen sich, Harmonien deuten sich an und verschwinden, als würden sie einen Raum verlassen. Flüchtig ist diese Musik. Hier die Andeutung eines Flügelschlags, dort das Strömen eines warmen Windes. Das Album des NDR Chores unter Philipp Ahmann ist, wenn man so will, ein Experiment, in dem die menschliche Stimme auf den Klang des oder der Saxofone trifft. Wie durchdringen sich beide Sphären? Wie sehr nähern sie sich an? Welche Klangfarben entstehen aus der Kombination? Solchen Fragen geht das Album nach. Das Raschèr Saxophone Quartet kommt erst im vierten Track «Little Red Fish» von Wilson hinzu. (…) Die Worte des Oskar-Kokoschka-Textes werden zu Klangereignissen und Akzenten, die Übergänge zum Klang der Saxofone sind fließend. Saxofon und Stimme bilden eine Klangeinheit, wobei die Reibungen an den Begegnungsstellen von Wilson fast analytisch ausgereizt werden. Ein prickelndes Experiment.

Anders bei Ivan Moody (*1964). Im längsten Werk des Albums «Moons and Suns» führt das Saxofon-Quartett ins Geschehen ein. Man glaubt Vögel singen zu hören –Naturidylle –, dann kommt der Chor dazu mit einer elegischen Melodie, die einem Volkslied ähnlich ist. Der Chor übernimmt die Rolle des Erzählers, der Text stammt aus dem finnischen Nationalepos «Kalevala». In der von Moody gewählten Episode wird die Erde der Sonne und des Mondes beraubt – ein Symbol für den Missbrauch der natürlichen Ressourcen auf der Erde. In «Aflame» arbeitet er [Moody] mit Anklängen an den byzantinischen Kirchengesang. (…) Es sind in jedem Fall Schnittstellen, die auf dem Album thematisiert werden: Grenzerfahrungen geistiger und geistlicher Natur sowie klangliche Übergänge vom Instrument zur Stimme. Wenn man darin ein Experiment erblicken möchte, dann ist es überzeugend gelungen. Aber auch sonst ist die Aufnahme ein Ohrenkitzel, den man Track für Track und Schicht für Schicht vertiefen kann. Großes Lob!"

Ensembleklang *****

Interpretation *****

Haino Rindler, Chorzeit, Februar 2021

 

 

 

Multimedia production:

 

 

Reiviews:

 

„Statt seines Nachtgesangs präsentiert der MDR-Chor im Netz einen multimedialen „Gesang von ferner Nähe"

Neue Wege über neue Inseln – Philipp Ahmann und sein Chor des Mitteldeutschen Rundfunks machen aus der Not der Pandemie eine Tugend und erfinden die Chormusik gemeinsam mit Michael Langemann multimedial neu.

Und so probt Ahmann nun seit Monaten mit vier Chören – und selbst doppelt so oft wie sonst: mit Männern und Frauen, Gemischt eins und Gemischt zwei (…) hat er unermüdlich fürs Radio weiterproduziert – und en passant ein ziemlich einzigartiges Multi-media-Format entwickelt, das das Corona-Ausweichen von mit Auftrittsverbot belegten Musikern ins Netz nicht als Notlösung erscheinen lässt, sondern neue Wege erschließt.

Sie führen über die „Inseln“, den Ahmann für seinen Rundfunkchor bei Michael Langemann in Auftrag gegeben hat, „um das Unmögliche möglich zu machen: endlich einmal wieder mit dem großen Chor arbeiten, seine Stärken, Möglichkeiten, seine Klangschönheit ausloten zu können.“ (…) Ahmann und sein Chor haben die „Inseln“ einzeln eingesungen, in verschiedenen Gruppen, die erst im Nachhinein zusammengebaut werden zum „Gesang von ferner Nähe“. Der dauert 11 Minuten und 18 Sekunden und greift mit melancholischer Unentrinnbarkeit mit den ersten Tönen bereits nach der Seele. Schöne Musik, gut gebaute Musik, wahrhaftige Musik – und sensationell gut gesungene Musik. (…) hier hat der Sender vielleicht zum ersten Mal seine multimedialen Kompetenzen wirklich im Dienste der Kunst gebündelt und Langemanns so kluges wie sinnliches Werk multimedial auf eine höhere Stufe gehoben. (…) Dennoch empfiehlt es sich, die „Inseln“ so zu erkunden, wie der MDR-Pageflow es naheliegt: Man beginnt mit dem Gesamt-Atoll, besichtigt dann die Einzel-Eilande und hat dann die Ohren trainiert fürs erneute Große Ganze. Dazwischen gibt’s Erklärungen vom Komponisten und vom Chorchef, die dabei helfen zu verstehen, wie kunstvoll Langemann seine hochkomplexe Welt der Töne und Silben aus schlichten Bausteinen schichtet. Dabei entsteht dann beinahe unweigerlich die von Hölderlin in fiebrige Verse gepresste „Zornige Sehnsucht“ nach Konzerten im Allgemeinen und solchen mit großem Chor im Speziellen.“

Peter Korfmacher, Leipziger Volkszeitung, November 2020

 

„Michael Langemanns gut zehnminütiges Chorwerk „Inseln – Gesang von ferner Nähe“ ist als Auftragswerk des MDR-Rundfunkchors explizit für die Proben- und Aufführungsbedingungen in Pandemiezeiten entstanden. (…) Ein Wurf ist (…) zweifellos die Präsentation: Der Mitschnitt selbst aus der Leipziger Peterskirche ist schon hervorragend gefilmt, die Konzentration und das Aufeinander-Hören der Sänger*innen packend nachvollziehbar. Der endgültige Clou ist dann aber die multimediale Aufbereitung, die auf einer geschmeidig programmierten, intuitiv nutzbaren Webseite die abschnittsweise Einführung durch Chefdirigent Philipp Ahmann mit der Möglichkeit verbindet, sich zunächst die Aufnahmen der einzelnen Stimmgruppen und dann das Gesamtergebnis anzusehen und anzuhören. Besser kann man so etwas kaum machen – ein digitales Vermittlungsformat mit Zukunftspotenzial!“

Neue Musikzeitung (nmz), Unübersehbar #24 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 23.10. bis zum 29.10.2020, Juan Martin Koch

 

„INSELN – der MDR Rundfunkchor dokumentiert sein Innenleben

Der MDR-Rundfunkchor zeigt in einer Multimedia-Dokumentation eine Corona-Komposition. Was sperrig klingt, ist eine außergewöhnliche Öffnung, die sich der Isolation dieser Zeit zu widersetzen scheint, ohne sie schlicht zu ignorieren, meint unser Autor Nils Bühler.

(…) Es ist mal wieder so weit: Ich kann mich über eine Doku freuen. Zu verdanken habe ich das der Coronapandemie. Die Multimedia-Dokumentation „Inseln“ ist die Corona-Schöpfung des MDR-Rundfunkchors, der wie die meisten Kultureinrichtungen Lockdown-Zwangspausen erlebt. „Inseln“ sollte dem Chor ermöglichen, auch in Zeiten sozialer Distanz gemeinsam zu klingen und eine Uraufführung präsentieren zu können. Da der 72-köpfige Chor wegen Abstandsregeln nicht in leiblicher Kopräsenz singen kann, bleibt zum Zusammenklingen nur eine zeitlich versetzte Performance, die am Schluss zusammenmontiert wird. Das klingt bisher zugegebenermaßen nicht nach einem außergewöhnlichen Konzept – Tonschnitt gibt es schließlich schon seit vielen Jahrzehnten. Doch „Inseln“ ist mehr als eine Montage. Es versucht, das in der Pandemie veränderte Spannungsfeld von Nähe und Distanz zu thematisieren und macht dabei, wie ich finde, vieles richtig.

„Inseln“ ist im üblichen MDR-Multimedia-Dokumentationen-Stil aufgebaut: Die Homepage zeigt Video, Bild, Ton und Text, durch die man sich per Klick und Scrolling navigieren kann. (…) Für dieses Medium entwarf der Komponist Michael Langemann auch das zu „Inseln“ gehörige Werk. Es thematisiert sowohl die Gefühlswelt der Coronakrise – Isolation, Ängstlichkeit und Fixierung einerseits, Freundschaft und Mitgefühl andererseits – als auch die eigene performative und mediale Zerlegung. Die sich häufig wiederholenden, kaum verändernden Melodien spiegeln die beklemmenden Texte wider, die die eben genannte Gefühlswelt besprechen. Das erfährt man übrigens von Philipp Ahmann, dem Dirigenten des Stücks, von dem man sich mit klaren, nicht unnötig ausschweifenden Worten durch die Komposition führen lassen kann. Die Melodien durchwandern die Chorstimmen und bilden einen Klangteppich, dessen einzelne Elemente jedoch klar erkennbar sind – hier beschleicht einen das unangenehme Gefühl übergroßer Videokonferenzen.

„Inseln“ hat sechs Sätze. Zu jedem Satz kann man sich die einzelnen Stimmen getrennt anhören, um sie anschließend zusammengefügt als Ganzes zu genießen. Die Trennung von Stimmen ist in der Tontechnik wie gesagt nichts Neues – umso spannender ist es, eine Komposition zu erleben, die diese Trennung zu ihrem Kernthema macht. Jede Stimme ist ein Musikstück in sich, gemeinsam bilden sie etwas gänzlich Neues.

Das „Baukasten“-Konzept zieht sich durch die gesamte Multimedia-Doku. Auch die Bilder trennen den Chor auf und vereinzeln die Sänger*innen. Die visualisierte Trennung der einzelnen Stimmen wird durch eine schon fast unangenehme Nähe der Kamera verstärkt. Man ist den Sänger*innen sehr nah und trotzdem sehr fern und auch der Kontrast von warmer Beleuchtung und gähnender Leere in der Peterskirche in Leipzig, die als Spielort dient, unterliegt dieser Spannung. (…) Trotzdem lässt sich sagen, dass der MDR-Rundfunkchor mit „Inseln“ die Möglichkeiten des gewählten Mediums tatsächlich nutzt, statt „nur“ ein Konzert als Video-on-Demand zugänglich zu machen. Der für Laien oft verschlossen wirkende Block eines klassischen Ensembles wird geöffnet, das Zusammenspiel zwischen den Chorstimmen wird erfahrbar gemacht – trotz der nötigen Distanz. Gleichzeitig verliert „Inseln“ nicht den musikalischen Anspruch des Hauses und hat auch filmisch einiges zu bieten. All das zusammen wirkt als gut gelungene, musikalisch-filmische und (leicht) interaktive Metapher für eine Zeit, in der das Verhältnis von Nähe und Distanz verschoben ist.“

Von Nils Bühler, www.kultur-blog.de/, 15.12.2020

 

 

 

Mondnacht (2019 December)

 

Choral music by C. and R. Schumann und Killmayer (world premiere recording)

 

Performers:

NDR Choir

Sebastian Breuing (piano), Katharina Martini (flute), Christoph Eß (horn)

Philipp Ahmann (conductor)

 

                                                                                                Label: Es-dur

 

 

 

Nominated for the OPUS KLASSIK AWARD 2020:

 

- choral production of the year

- conductor of the year

- ensemble of the year

 

 

 

Reviews:

 

„(…) Insgesamt strebt der NDR Chor ein helles Timbre an, einen schlanken Klang, der den volksliedhaften Tonfall hervorhebt und auch die Textverständlichkeit unterstützt und für strukturelle Klarheit sorgt, der sich aber auch in Klänge versenken kann und leidenschaftlich verliebt bestimmte harmonische Wendungen auskostet – A-cappella-Kunst auf Weltklasse-Niveau! (…) Ein Album, das auf wunderbare Weise vermittelt, was Romantik bedeutet: einen Ausdruck der Sehnsucht nach dem Unerreichbaren. Kann ein Licht schöner schimmern als in dieser Mondnacht?“

Ruth Jarre, Deutschlandfunk Kultur, „Aktuelle CDs im Januar“, 29.1.2020

 

 

„„Gleiche Vokale“ und „gleiche Vokalfärbung“ hat sich wohl jeder Chor als Ziel seiner Klangsuche auf die Fahnen geschrieben. Der Hamburger NDR Chor ist dort bereits angekommen.

Unter der Leitung von Philipp Ahmann entführen die Sänger/innen auf ihrer aktuellen CD in die Welt der Romanik. Chöre von Robert und Clara Schumann (die meisten a-cappella) bilden dabei den Schwerpunkt. Ihnen gegenüber stehen Gesänge des Carl-Orff-Schülers Wilhelm Killmayer (1927-2017). Die Kombination scheint gewöhnungsbedürftig, tatsächlich schlagen die acht Lieder für vierstimmigen Männerchor (Weltersteinspielung!) allein dank ihrer Eichendorff-Texte eine logische Brücke zurück zur deutschen Romantik.

Kontrolliert und kammermusikalisch werden die Lieder miteinander verwoben, musikalische Querverbindungen herausgearbeitet. Schwere Melodieführung und dichte Harmonik werden durch die klare Stimmgebung des Chores aufgelockert, intensive Klangfarben und ein großes dynamisches Spektrum machen die Reise zusätzlich zum Erlebnis.“

Andreas Maurer, ORF.at, Sendung “Des Cis”, 20.3.2020, 11.30 Uhr

 

 

"Dass der NDR Chor und Philipp Ahmann, langjähriger Direktor des Ensembles und seit Anfang 2020 zudem künstlerischer Leiter des MDR-Rundfunkchors, bestens miteinander harmonieren, haben sie nicht nur in zahllosen Konzerten, sondern auch schon auf mehreren CDs bewiesen. (…)

Der Titel der CD wird erst ganz am Schluss der Scheibe eingelöst – und das auf eine ebenso ungewöhnliche wie ästhetisch überzeugende und interpretatorisch beglückende Weise: mit Clytus Gottwalds (*1925) Bearbeitung von Schumanns «Mondnacht» – dem wohl berühmtesten Stück aus seinem «Liederkreis», op. 39 – für Chor a cappella. (…)

Zum Höhepunkt dieser – wieder einmal – rundum überzeugend konzeptionierten und im Rolf-Liebermann-Studio in Hamburg klanglich hervorragend eingespielten CD gerät der zwischen 1995 und 1997 entstandene Zyklus «… wie in Welschland lau und blau…» für Männerchor a cappella von Wilhelm Killmayer (1927 – 2017) nach Texten von Joseph von Eichendorff (1788 – 1857), der hier als Weltersteinspielung erklingt. (…)

Die Darstellung (nicht nur) dieser Lieder durch den NDR Chor ist mustergültig. Stimmführung, Ensembleklang, Intonation, Dynamik, Emotionalität: alle Faktoren stimmen. Ja, diese «Mondnacht» leuchtet hell und klar am Chor-CD-Firmament."

Ensembleklang ***** Interpretation *****

Burkhard Schäfer, Chorzeit, April 2020

 

 

"(…) Besonders was Intonation und Textverständlichkeit betrifft, beeindruckt der NDR Chor. Und eine Stärke der vorzüglich agierenden Chorsolisten besteht darin, sich jederzeit in den homogenen Klang des Chores einzufügen."

Klang 5 von 5, Musik 4,5 von 5

Thomas Otto, Fonoforum, April 2020

 

 

"Romantisch wird es auf der aktuellen Platte des NDR Chors und seines langjährigen Chefdirigenten Philipp Ahmann, der seit Anfang 2020 beim Leipziger MDR-Rundfunkchor in der Verantwortung steht: Schumann, Clara und Robert, dazu, als zeitlich verspätete, aber ästhetisch tatsächlich eng verwandte Stimme, Wilhelm Killmayer. (…)

Der NDR Chor bietet ein gerundetes, harmonisches Bild; die Register sind zugleich kernig-plastisch ausgebaut und tragen mit trennscharfem Charakter zu einer aufgeräumten, präzisen Klangwirkung bei. Das scheint auf den ersten Blick konträr zur romantischen Chorgeste zu stehen – doch weit gefehlt: Mit dem Blick Arthur Rubinsteins auf Chopin könnte man postulieren, nicht verwaschene Farben, weiche Tongebung oder nachlässige Phrasierung machen die Romantik, vielmehr ist auch in angemessener Klarheit all dieser Parameter die romantische Geste zu finden.

Manche reduzierte Besetzungen des Chors geraten charaktervoll, dazu treten schöne Soli aus der Gruppe hervor; die Frauen- und Männerchorästhetik ist von einem je schlüssigen Ansatz getragen. Beeindruckend ist das weite Spektrum der dynamischen Realisierung, besonders gelungen ist aber die perfekte Kontrolle des Geschehens, die ungemein motiviert wirkende Zeichnung mancher Entwicklung, das Setzen dezidierter Akzente. (…)

Philipp Ahmann lässt das Geschehen in fließenden Tempi Gestalt gewinnen, viel Geduld ist zu erleben, zuzeiten wird gedrängt. Zusammenklänge und Linien sind delikat ausgehört, die Intonation ist insgesamt stabil und fast durchgehend ohne Druck und äußere Force gehalten. Das Klangbild der im Rolf-Liebermann-Studio des NDR entstandenen Aufnahme ist zugleich konzentriert und gesammelt, klar gegliedert und doch harmonisch gefügt, dazu von angemessener Ausdehnung. Eine schöne Schumann-Chorplatte, Robert und Clara mit Bemerkenswertem. Dazu Killmayer als romantischer Kommentar von gemäßigter Moderne. Der NDR Chor ist eine agile, flexible Formation, die Philipp Ahmann in seiner Hamburger Zeit konsequent in die Breite des Repertoires geführt hat."

Dr. Matthias Lange, klassik.com, Mai 2020

 

 

„Mondnacht! Man nehme Joseph von Eichendorffs wohl bekanntestes Gedicht der deutschen Romantik, gebe Chorlieder des Ehepaars Schumann sowie des Orff-Schülers Wilhelm Killmayer dazu – schon entsteht eine CD von unwiderstehlichem Charme. Und wenn dann noch ein Chor agiert, der nicht nur über allen Zweifel erhaben ist, sondern es zudem versteht, mit stilistischer Vollkommenheit in die Mitte des 19. Jahrhunderts einzutauchen, hat man alles richtig gemacht. Der NDR Chor wächst nämlich in dieser Einspielung unter Philipp Ahmann über sich hinaus – egal, ob in doppelchöriger, in gemischter oder in Quartettbesetzung. Nicht umsonst erkor der MDR Rundfunkchor Ahmann jüngst zu seinem Chefdirigenten.

Und das NDR-Ensemble kann auch Männerchor: In acht Sätzen von Wilhelm Killmayer auf Texte Eichendorffs zelebrieren die Herren die sympathisch bodenständige Tonsatzkunst des 2017 verstorbenen Bayern – und das auf hohem Niveau. (…)

Im Mittelpunkt der CD stehen jedoch Chorsätze von Robert Schumann. Vier im Ausdrucksgehalt sehr unterschiedliche doppelchörige Gesänge machen den Anfang, sie werden vom NDR Chor mit schlanker Klangfülle dargeboten. Und auch der Frauenchor des Ensembles glänzt mit sechs blitzsauber, textverständlich bestechend gesungenen Romanzen. Sicher den größten Bekanntheitsgrad haben etliche gemischte Romanzen und Balladen Robert Schumanns. An diesen so wunderbar leicht vorgetragenen Liedern wie etwa Heidenröslein, Schnitter Tod, Sommerlied oder Der König von Thule kann man sich eigentlich gar nicht satt hören. Und tritt schon bei den Romanzen für Frauenstimmen ein Klavier hinzu, so fügt sich auch hier gelegentlich eine dezent agierende Flöte oder ein tadellos geblasenes Horn als Instrumentalklangfarbe ein.

(…) Die CD rundet eine geniale Chorbearbeitung von Robert Schumanns Klavierlied Mondnacht ab. Denn wer, wenn nicht Clytus Gottwald, vermag es, dieses vielleicht romantischte aller Lieder ohne Kitsch und falsche Süße auf Chor a cappella zu übertragen? Und doch zerrt das Lied noch heftig am Gemüt. Aber auch daran ist der superbe NDR Chor nicht ganz unschuldig.“

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Thomas Krämer, Das Orchester, Mai 2020

 

 

 

Chansons Francaises (2018 June)

 

Choral music by Absil, Debussy, Hindemith, Milhaud, Poulenc, Ravel, Saint-Saens, Schoeller

 

Performers:

NDR Choir, Paulo Ferreira (bassoon), Philipp Ahmann (conductor)

 

Label: Es-dur

 

 

 

 

Reviews:

 

„Diese CD sei denjenigen empfohlen, die einerseits das Zusammenspiel eines erstklassigen Chores zu schätzen wissen und darüber hinaus ein Faible für die Musikalität der französischen Sprache haben. Und wenn dann auch noch Sympathie für französische Komponisten wie Saint-Saëns, Debussy, Ravel, Milhaud, Poulenc hinzukommt, sind diese „Chansons françaises“ mit dem fabelhaften NDR-Chor unter seinem langjährigen Leiter Philipp Ahmann ein Volltreffer. (…) Unter all dem hierzulande weitgehend Unbekannten finden sich zwei Chöre von Saint-Saens, die gar nicht nach „Karneval der Tiere“ klingen. Entzückend klangverliebt musiziert der NDR Chor ein „Bestiarium“ des Belgiers Jean Absil von 1944. Als Bekenntnis zur Moderne muss man die „Cantate Isis“ des Franzosen Philippe Schoeller verstehen, die sich 18 Minuten lang im Zusammenklang mit einem Fagott in mystische, transzendente Wunderwelten aufmacht. Ein tolles, spannendes Stück. Hier wie überall zeigt das Kammerensemble die hohe Kunst des kammermusikalischen Musizierens. Viele noch so reizvoll erweiterte tonale Akkorde klingeln von Obertönen. Die dynamische Spannweite ist enorm, Intonation, Spannkraft, Ausgewogenheit sind vorbildhaft. Hier haben Spitzenkönner ihres Fachs zusammengefunden.“

Ark, Aachener Nachrichten / Aachner Zeitung (Rubrik „Hörbar“), 15. Juni 2018

 

 

„Der scheidende Chefdirigent Philipp Ahmann hat den Chor seit 2008 als flexiblen Kammerchor profiliert. Das demonstriert er auch mit der aktuellen Aufnahme. (…) Ein Album, das französische und französisch inspirierte Chorwerke aus dem 19., 20. Und 21 Jhd. vereint. Philipp Ahmann und seine Sänger nutzen die Breite geschickt, um den Facettenreichtum ihres Klangs zu demonstrieren. (…) Wie sicher und virtuos der NDR Chor zwischen den wechselnden Stimmungen und hin und her schaltet, ist beeindruckend. (…) Saint-Saens schichtet Liegetöne zu Akkorden von dunkler Zartheit und scheint damit die Zeit anzuhalten. Philipp Ahmann und der NDR Chor beseelen diese Nachtmusik mit großer Ruhe und weitem Atem. Dabei demonstriert das Ensemble, das es auch in der schlanken Besetzung eines Kammerchors nichts von seiner Wärme im Klang eingebüßt hat.“

Marcus Stäbler, NDR Kultur, CD-Neuheiten, 24. Juni 2018

 

 

„Es singt der NDR Chor aus Hamburg, einer der besten Chöre, die wir haben. (…) Er hat eine sehr hohe Qualität. Und diese Lieder, die wir gleich hören werden, klingen, als würden sie dem Chor auf den Leib geschneidert sein. (…) Hier kann hören, was für tolle Stimmen in diesem Chor vereinigt sind. (…) Der NDR Chor gehört zu den führenden Chören seiner Art. Er hat auch sein Repertoire in letzter Zeit sehr erweitert – alles was in Kammerchorbesetzung geht. Er liebt vor allem anspruchsvolle A-cappella-Musik, und dazu gehören diese französischen Lieder in jedem Fall, denn die sind nicht ganz leicht zu singen: sie haben erstmal eine sehr schwere harmonische Führung, sie haben eine schwere Melodieführung, die Stimmen sind verwoben komponiert, d.h. man muss die Struktur hörbar machen, und ich finde, das gelingt dem Chor sehr gut. Und der Chor versteht es auch, alle Klangfarben zu finden: er kann mit ausfüllender Tragfähigkeit klingen, er kann aber auch ganz schlank und durchsichtig singen, er kann ganz wie getupft singen, er kann alles rüberbringen, was lyrisch klingen soll, also dieser Chor hat unheimlich viele Klangfarben parat und ein großes dynamisches Spektrum. Er singt auch ausdrucksstark und bleibt dabei kontrolliert, was bei Chören ganz wichtig ist. Also er beherrscht die ganz große Kunst des Kammerchorsingens. (…)

Ich bin sehr zufrieden mit dieser CD, ich finde sie einfach überzeugend.“

Astrid Belschner, RBB (Radio Berlin Brandenburg), Kulturradio am Mittag, 26. Juni 2018

 

 

„Der NDR Chor gehört zu den international führenden professionellen Kammerchören. (…) Auf seiner CD-Einspielung überzeugt der Chor durch Klarheit, Klangfülle und stilistisches Einfühlungsvermögen. (…) Spannende Verbindungen und Beziehungen werden hier offenbar – stilistischer, musikalischer und auch biographischer Natur.“

Daniela Knaller, ORF (Ö1), 2. Juli 2018

 

 

„Einen Lobgesang hätte der Chor des NDR wirklich verdient. Seine französischen Exkurse klingen himmlisch (…).

Perfekt abgestimmt und geführt von ihrem Noch-Leiter Philipp Ahmann, (…) lassen sie auf ihrer neuen CD "Chansons Françaises" (Es-Dur) hören, die glänzend zusammengestellte, meist kürzere Stücke und nicht oft interpretiertes von Saint-Saëns, Milhaud und Poulenc hören. Übergänge zur Moderne und leichten Jazz-Gefilden bieten die Werke von Jean Absil, avantgardistische Gesang/Vokal-Verbindungen testet Philippe Schroeder mit seiner 20-minütigen-Exkursion "Cantate Isis für Fagott und gemischten Chor" (2002) aus. Vielseitigkeit ist alles.“

Werner Theurich, SPIEGEL ONLINE, Rubrik „Kultur – Chor und mehr“, 8. Juli 2018

 

„(…) Aus dem ansonsten homogen gestalteten Programm fällt die Ersteinspielung „Cantate Isis pour basson et choeur mixte“ heraus. (…) Der Chorklang mischt sich immer wieder übergangslos mit der Fagottstimme. (…) Der NDR Chor unterstreicht hier seine stilistische Anpassungsfähigkeit, wobei bei dieser zeitgenössischen Komposition die menschlichen Stimmen insbesondere gefordert sind, die Instrumentalstimme zu imitieren. Ein insgesamt schön zusammengestelltes Programm, das sich zu hören lohnt.“

Christina Schauß, Magazin CHORZEIT, Ausgabe September 2018

 

„(…) Vor allem jedoch gibt Jean Absil mit „Le Bestiaire“ dem Chor Gelegenheit, klangschönen Ausdruck mit rhetorischer Variabilität zu verbinden. Die „Deux Choers“ von Saint-Saens ruhen noch ganz in friedfertiger Tonalität, entgegen dem sonstigen Stilrahmen der CD, welche bei Philippe Schoellers „Cantate Isis“ ganz die Jetztzeit erreicht. Tolle Leistung des Chores.“

Christoph Zimmermann, FONO FORUM, Dezember 2018

 

 

„Zum Abschied noch einmal eine CD. (...) Sein Klangideal umschrieb Ahmann vor zwei Jahren als „Suche nach einem gemeinsamen Klang, nach den gleichen Vokalen, der gleichen Vokalfärbung. Generell würde ich sagen, dass wir einen reinen Klang anstreben, ohne dabei eine gewisse Klangfülle und Wärme zu verlieren. Wenn man das mit dem Chor erreicht, kann man wirklich zu beglückenden Ergebnissen kommen.“

Wie auf der neuen CD. Klassiker der französischen A-cappella-Literatur wie die Chansons von Debussy, Poulenc und Ravel treffen mit weniger Bekanntem wie Jean Absils Le Bestiaire (nach Apollinaire) oder Darius Milhauds Quatrains Valaisans (Vierzeiler aus dem Wallis, nach Rilke) zusammen. Immer betört der Chor mit einer auffälligen Geschmeidigkeit und Flexibilität im Klang, mit der ihm noch die feinsten Nuancierungen gelingen, ohne dass man den Eindruck von artistischer Selbstgefälligkeit hat. Das „Dieu“ am Beginn von Debussys Dieu! qu’il la fait bon regarder!, ein schlichter Akkord, lässt der Chor ganz natürlich aufblühen und wieder vergehen und vermittelt so den Eindruck staunender Bewunderung angesichts der von Gott geschaffenen Schönheit der Liebsten. Maßvoll und zurückhaltend, aber mit großer Eindringlichkeit singt das Ensemble dieses Werk.

Philipp Ahmann lässt die Musik in einem einzigen Grundtempo fließen, der Chorklang wird ganz aus der Grundhaltung vollkommener Homogenität und Verschmelzung der Register entwickelt.

In mehreren Werken auf dieser CD kommen Solisten aus den eigenen Reihen zum Einsatz; schlanke, ausdrucksstarke Stimmen, aus deren Kombination sich eben dieser unübertroffen runde Chorklang ergibt. Zu Monochromie führt das keineswegs, wie unter anderem Jean Absils Le Bestiaire belegt. Hier zeigt sich der Chor ungemein wandlungsfähig und bezaubert mit blitzschnellen dynamischen Wechseln, sauberer Artikulation, quellklarem Parlandostil und einer ordentlichen Portion Witz und Charme. Hervorzuheben ist zudem die sehr gute Aussprache des Französischen. Die Musik der Gegenwart ist mit der Cantate Isis für Fagott und gemischten Chor von Philipp Schoeller vertreten. Den rätselhaften Text, der auf den Kult um die Totengöttin Isis anspielt, splittet der Komponist in einzelne Phoneme auf und schichtet sie zu Klängen, die sich im Zeitlupentempo verändern. Der NDR Chor lässt die Musik leuchten, funkeln und schillern.“

Mathias Nofze, Das Orchester, 1/2019, Seite 75

 

 

 

"There are still arguments over what precisely defines chanson as opposed to any other vocal form. The best response is to listen to this and hear how a superbly drilled choir deals with eclectic material (...).

It’s all beautifully sung, especially the Poulenc, which they seem to approach with special affection. A lovely, endlessly playable set.

Brian Morton, agoraclassica.com – Choir and Organ, May 2019

 

 

 

 

"Recommended

(...) This outstanding choir here presents a programme of modern unaccompanied French choral music featuring some “classics” of the repertoire alongside lesser-known works. (...)

Whilst Debussy’s songs are perfectly formed, sophisticated miniatures, the two by Saint-Saëns are conventional (...) The first song, “Calme des nuits”, demands and receives considerable vocal control; indeed, these singers devote as much care to these songs as they do to the rest of the programme. Considering his remarkably extensive catalogue, it’s surprising that we encounter the Belgian composer, Jean Absil, so rarely. (...) This is slight music, swiftly done, superbly sung here and highly enjoyable. (...) Poulenc’s unaccompanied choral works can be extremely challenging, and his “Sept Chansons”, settings of Apollinaire and Paul Eluard, are no exception. The NDR Choir masters brilliantly the near-instrumental, wordless accompaniments that occur is several of the songs, and the soloists are very fine. (...) Ravel’s Trois chansons are his only contribution to the unaccompanied choral repertoire. (...) They are outstandingly well performed here, and the astonishingly brilliant third song provides the collection with its dazzling close.

William Hedley, www.musicweb-international.com

 

 

 

Venezia (2012 October)

 

Works by Monteverdi, Gabrieli, Liszt, Wagner, Castiglioni (world premiere recording)

 

Performers:

NDR Choir, NDR-Brass, Christoph Harer (cello), Klaus Eichhorn (organ), Philipp Ahmann (conductor)

 

                                                                                             Label: Es-Dur

 

 

 

Reviews:

 

„Philipp Ahmann, seit 2008/09 Leiter des NDR Chors, dem er eine eigene Abonnementsreihe bescherte, schmückte seine dritte Spielzeit mit eben dieser Programm-Idee. Wobei er die Blechbläser des Sinfonieorchesters, die NDR Brass, mit in die Gondel holte: im Wechsel oder auch zusammen mit den Chorstimmen, die Ahmann zu schlanker Linienzeichnung und peinlich sauberer Intonation anhält.“

Lutz Lesle, das Orchester 02/2013, Seite 68

 

 

„So locker und leicht zu klingen wie diese Blechbläser bei Gabrieli und Monteverdi schaffen die Spezialisten niemals, und so geeignet für einen modernen Chor wie die klangprächtigen, mehrchörigen Kompositionen für San Marco ist kein anderes Werk der Alten Musik. (…) Glanzstück der Aufnahme sind dennoch Clytus Gottwalds kongeniale Bearbeitungen von Wagners "Im Treibhaus" und Liszts spätem Werk "Venezia": Souverän und makellos gelingt dem Chor das geheimnisvolle Aufschwingen von Ruhe zu Ekstase und wieder zurück, in Venezia ebenso wie "Im Treibhaus".“

Klemens Hippel, Concerti, Oct 2012

 

 

A Quattro Cori (2014 March)

 

Works for 16 voices by Benevoli (World premiere recording), Fasch, Mendelssohn

 

Performers:

NDR Choir, Christoh Harer (cello), Barbara Messmer (violone), Klaus Eichhorn (organ), Jörg Jacobi (organ), Philipp Ahmann (conductor)

 

Label: Es-Dur

 

 

 

Reviews:

 

„Eine raumgreifende Idee bewegte den NDR Chor im Vorjahr: Drei 16-stimmige Werke für vier Chöre einzustudieren, die wirkungsgeschichtlich eng zusammenhängen. (…) Conditio sine qua non eines schlanken, transparenten Chorklangs ist die intensive Arbeit an vielstimmiger A-cappella-Literatur. Diese zweite Einspielung des NDR Chors bei Es-Dur nach Venezia (vgl. das Orchester 2/2013, S. 68) zeigt Philipp Ahmann einmal mehr auf dem Königsweg.“

Lutz Lesle, das Orchester 07-08/2014, Seite 78

 

 

„Eine hochkarätige Aufnahme von drei stilistisch sehr unterschiedlichen Werken.“

Jan Ritterstaedt, WDR 3 TonArt, 04.04.2014

 

 

„Philipp Amann zelebriert mit dem hervorragend disponierten NDR-Chor sowohl die fragliche Fasch-Messe wie auch einen der großen Benevoli-Messzyklen.“

Michael Wersin, RONDO – Das Klassik- und Jazzmagazin 07.06.2014

 

 

„Das Programm ist unbedingt dankbares Repertoire für einen potenten Chor. Und das ist der NDR Chor, seit 2008 von Philipp Ahmann geleitet. (…) Der NDR Chor präsentiert sich hier als virtuoses, wandlungsfähiges Ensemble mit erstaunlichem Potenzial zu stilistischer Differenzierung.“

Dr. Matthias Lange, Klassik.com, 13.06.2014

 

 

„Ahmann formt mit seinen Sängern einen gewaltigen Klang, der trotzdem niemals forciert wirkt, sondern organisch strömt und immer eine gewisse Durchlässigkeit bewahrt.“

Marcus Stäbler, NDR Kultur, 14.03.2014

 

 

Es ist ein Ros entsprungen

(2015 October)

 

Works by Berg, Brahms, Cornelius, Distler, Kaminski, Praetorius

 

Performers:

NDR Choir, Philipp Ahmann (conductor)

 

                                                                                            Label: Es-Dur

 

 

 

Reviews:

 

„Die künstlerische Qualität dieser Produktion bewegt sich auf höchstem Niveau. Der NDR Chor unter seinem Leiter Philipp Ahmann singt nicht nur präzise, die Stimmen der Sänger verschmelzen einerseits zu einem ausgewogenen Ganzen, an­dererseits bleiben die einzelnen Sänger dennoch lokalisierbar und im positiven Sinn markant und präsent. Gerade die angereicherte Tonalität vieler der ausgewählten Stücke verlangt nach einer schlanken, eleganten Stimmführung, durch die die komplexeren Harmonien, der ständige Wechsel von An- und Entspannung, dynamischer Steigerung und langsamem Ausklingen erfassbar werden. In allen diesen Bereichen vermag der NDR Chor zu überzeugen.“

Volker Schier, das Orchester 06/2016, Seite 76

 

 

„Den NDR Chor verbindet seit 2008 eine interessante Ergebnisse zeitigende Zusammenarbeit mit Philipp Ahmann. Der hat den Chor stilistisch fortentwickelt, flexibilisiert, den Ansatz des Ensembles diversifiziert und geöffnet für ältere Ästhetiken, für jenen Zugriff, der lange Zeit spezialisierten Ensembles vorbehalten schien (…) Nach der zuletzt sehr interessierenden Produktion ‚A quattro cori‘ wiederum eine niveauvolle Veröffentlichung aus dem Hause Es-Dur.“

Dr. Matthias Lange, Klassik.com, 17.12.2015

 

 

Stralande Jul – Strahlende Weihnacht (2015 November)

 

Performers:

MDR Radio Choir, Philipp Ahmann (conductor)

 

Label: Genuin

 

 

 

Reviews:

 

„Der MDR Rundfunkchor, geleitet von seinem Ersten Gastdirigenten Philipp Ahmann, hat bei Genuin eine CD mit Weihnachtsliedern veröffentlicht. Die Mitglieder des Chores haben dafür Lieder aus ihrer Heimat ausgewählt. Das bringt reichlich Abwechslung, denn das renommierte Ensemble besteht aus 73 Sängerinnen und Sängern verschiedenster Nationalitäten – und so enthält diese Einspielung neben bekannten deutschen Liedern wie Machet die Tore weit oder Vom Himmel hoch Weihnachtslieder aus der ganzen Welt.“

Klassik-Blog Ouverture, 23.11.2015

 

 

„Die neue CD des MDR Rundfunkchors namens ‚Strålande Jul – Strahlende Weihnacht‘, präsentiert 28 Weihnachtslieder aus Europa. Unter der Leitung seines Ersten Gastdirigenten Philipp Ahmann singt der Chor bekannte Stücke aus Deutschland und seinen Nachbarländen. Es erklingen Klassiker wie "Stille Nacht" und "Vom Himmel hoch", die kombiniert werden mit Werken, die Mitglieder des Chores aus ihren Heimatländern mitgebracht haben. Auf diese Weise bekommt der Hörer manches interessante Fundstück geboten (…). Die Stücke sind schön eingesungen (…). Der Chorklang ist homogen und ausgewogen."

Klassik.com, Dr. Christiane Bayer, 12.02.2016

 

 

Peter Tschaikowsky – Geistliche Chormusik (2016 May)

 

Performers:

NDR Choir, Philipp Ahmann (conductor)

 

Label: Carus

 

 

 

 

 

Reviews:

 

„Der NDR Chor, der heuer - wie auch der Chor des Bayerischen Rundfunks - sein 70-jähriges Bestehen feiert, ist von seiner Größe her eher ein Kammerchor. Umso bemerkenswerter die Sonorität, die das Ensemble unter seinem Leiter Philipp Ahmann entfaltet, klanglich zwar um einiges entfernt von der dunkel grundierten Mystik russischer Ensembles, dafür aber umso wendiger in Text-Deklamation und dynamischen Nuancierungen. Der Ansatz des Komponisten, den liturgischen Gesang der russisch-orthodoxen Kirche einerseits von fremden italienischen Einflüssen zu befreien und ihn andererseits respektvoll zu reformieren – dieser Ansatz findet seine stimmige Umsetzung durch den NDR Chor. Mit seiner Expressivität und klanglichen Direktheit erzeugt er einen ziemlich "modernen" Tschaikowsky-Klang, frei von allzu romantisierenden "Weichzeichnern".“

Matthias Keller, BR Klassik, CD-Tipp 12.05.2016

 

 

„Der NDR Chor macht nicht „auf russisch“, und doch klingt er so. Frei von flacher Stil-Imitatio, findet er, auch dank samtiger Bässe, einen eigenen Weg. Die tiefen Stimmen sind Teil eines genau austarierten Gesamtgebildes, das vor allem in den zurückgenommenen Passagen leuchtet und berührt. Philipp Ahmann meidet schleppende, pathetisch-langsame Tempi. Er findet ein überzeugendes Maß, das dem geistlichen Charakter durchaus entspricht.“

Christoph Vratz, Concerti

 

 

„Der Chor punktet vor allem mit seiner gepflegten Klangfülle und seiner großen Dynamik, wobei die Pianissimi, also die ganz leisen Stellen, sich als seine besondere Stärke erweisen. Dabei zeigt der Chor beste Intonation und ein tragendes Legato, das er stets mit seinem dichten und intensiven Klang ausfüllt.

So nimmt einen der NDR Chor unter der Leitung von Philipp Ahmann in diese fremde Welt mit, die einen durch diese gelungene Interpretation anspricht und fesselt.“

Astrid Belschner, kulturradio, 03.05.2016

 

 

„Der NDR Chor hat neben Auszügen aus der Chrysostomos-Liturgie, der eigentlichen Messfeier der orthodoxen Kirche, neun liturgische Chöre aufgenommen, die in ihrer demütigen – nicht devoten – Lektüre besonders ausdrucksstark wirken. Trotz klarer Diktion kommt hier das Wesentliche von der Musik, vom stimmig abgestuften, differenzierten Chorklang. Zwischen den hellen, kristallinen hohen Stimmen und den mystischen Bässen darf man ein reiches Spektrum an Klangfarben genießen.“

Guy Engels, Pizzicato Journal, www.pizzicato.lu, 20.08.2016

 

 

„Inzwischen besitzt das Werk [Tschaikowskys] relative Repertoire-Standfestigkeit. Gleichwohl registriert man die Neuaufnahme des NDR Chores unter Philipp Ahmann mit Dankbarkeit. (…) Tschaikowsky hat hochexpressive, leuchtkräftige Musik geschrieben, die das Hamburger Vokalensemble mit unangreifbarer Klanghomogenität und sensibel abgestufter Dynamik präsentiert.“

Christoph Zimmermann, Fono Forum, September 2016

 

 

„This anthology of Tschaikowsky’s sacred music is a valuable addition to the catalogue (…).

The choir really enjoy the more dramatic settings, such as the magnificant „Blazhenni yazhe izbral“ and „Nyne sily nebesniya“, the magnificent „Cherubic Hymn“ from the complete Liturgy and the the exultant 1887 setting of „Angel vopiyashe“ (…).

Ahmann paces the music very well indeed.

I’d really like to hear the choir perform this music live (…).“

Ivan Moody, Gramophone, 16.9.2016

 

 

Sofia Gubaidulina - Sonnengesang (2016 October)

 

Jauchzt vor Gott (world premiere recording), Hell und Dunkel, Sonnengesang

 

Performers:

NDR Choir, Elbtonal Percussion, Ivan Monighetti (cello), Christian Schmitt (organ), Philipp Ahmann (conductor)

 

Label: BIS

 

 

Reviews:

 

„Zum 85. Geburtstag der weltbekannten tatarischen Komponistin Sofia Gubaidulina veröffentlicht BIS drei herausragende Einspielungen aus dem Archiv des Norddeutschen Rundfunks, die bereits 2011/12 aufgezeichnet wurden, darunter "Jauchzt vor Gott" als CD-Premiere. Man greift nicht zu hoch, die vorliegenden Aufnahmen als Referenz zu betrachten. Die CD setzt musikalisch, aufnahmetechnisch und auch in interpertatorischer Hinsicht Maßstäbe.

Seinen Weltrang bestätigt der NDR-Chor unter Philipp Ahmann bereits mit "Jauchzt vor Gott" für gemischten Chor und Orgel (...) .

Auch das 1976 entstandene Orgelsolo Hell und dunkel folgt einem klaren Kontrastprinzip: flirrende, schnelle Läufe im hohen Register interagieren hierbei mit dunkel gefärbten, tiefen Akkordfolgen. Christian Schmitt ist der souveräne Gestalter an der fabelhaft klingenden Orgel der Kulturkirche Altona.

Den zweifellos stärksten Eindruck hinterlässt Gubaidulinas Vertonung des "Cantico delle creature" ("Sonnengesang") Franz von Assisis für Violoncello, Kammerchor und Schlagzeug von 1997/98. (...) Ivan Monighetti ist der ideale Interpret, sekundiert wiederum vom NDR-Chor und Elbtonal Percussion.

Wer sich bislang mit der Musik Gubaidulinas schwer getan hat oder ihr noch nicht begegnet ist, sollte hier zugreifen. Eine ganz außerordentliche Einspielung, die dem Rang der Komponistin mehr als würdig ist.“

Heinz Braun, www.klassik-heute.de, 21.11.2016

 

 

„Gubaidulina’s substantial „Sonnengesang“ („The Canticle of the Sun“) (…) is also enormously demanding for the cellist, but one could hardly wish for a better soloist than Ivan Monighetti. (…) Monighetti’s performance, as captured in NDR’s excellent recording, is unusually present, as is the choir, thus making every detail audible, and I feel that it has an unusual immediacy.

(…) we have a jubilant first recording of the psalm-setting „Jauchzt vor Gott“ and the organ solo „Hell und Dunkel“, both of which exult in typically Gubaidulinian massive contrasts of texture and volume, and the three works form a highly satisfactory programme. Ahmann’s direction is spot-on, and the choir acquit themselves splendidly. Praise too for organist Christian Schmitt, who clearly enjoys the composer’s idiosyncratic organ-writing to the full.

An outstanding disc.“

Ivan Moody, Gramophone, 30.12.2016

 

 

„Suggestive Klanglichkeit – Die Musik der Russin Sofia Gubaidulina vereint verschiedenste Einflüsse – hier kommt die Faszination dieser Musik zum Ausdruck

(…) Die Musik der Russin Sofia Gubaidulina vereint verschiedenste Einflüsse: psalmodische Vokalpassagen und tonale Harmonik stehen neben Clustern und Geräuschhaftem, Schlagzeuggewitter neben kontemplativer Versenkung. Um sie adäquat zur Wirkung zu bringen braucht man exzellente Kräfte – wie auf dieser Einspielung, wo der formidable NDR Chor und der Organist Christian Schmitt das hier erstmals eingespielte „Jauchzet vor “ für gemischten Chor und Orgel in seiner ganzen suggestiven Klanglichkeit zum Ausdruck bringen. Auch der „Sonnengesang“, eines von Gubaidulinas Hauptwerken, und das Orgelstück „Hell und Dunkel“ vermitteln eindringlich die Faszination von Gubaidulinas Musik.“

Frank Armbruster, Concerti, 15. Januar 2017

 

 

„The primary attraction of this disc for most listeners would probably be Canticle of the Sun, one of Gubaidulina’s best-known works and one that has received at least four other recordings to my knowledge. (…) All of these accounts have been well received and this new one can easily join this illustrious group. (…)

This new recording (…) has a natural perspective with cellist Ivan Monighetti upfront and the choir and percussion behind. While one can fully appreciate the cellist and choir (…).

The briefest work on the disc, Jauchzt vor Gott (“Make a joyful noise unto God”) is a world première recording. Despite its short duration, this is an impressive piece that makes quite an impact. (…) I cannot imagine a better performance than that given here by the NDR Choir and organist Christian Schmitt. (…)

I have no hesitation in recommending this SACD for those wanting this particular programme. The performances are all excellent and the sound is very good, too, even in the two channels in which I auditioned the recording. (…)“

Leslie Wright, Music Web International, Februar 2017

 

 

“One of the bedrocks of modern music, such as Gubaidulina's "Canticle of the sun", moved Mstislav Rostropovich to tears at his premiere. "Canticle of the sun" is a broad, dramaturgically clear ritual along the text of Francis of Assisi praising all creatures and requests from the performer a sonorous, tender expression, but without any exaggeration of the feeling. The North German Radio Choir succeeds in the latest publication of this work, an expression which is incomparable from all perspectives. (…)

The text "Jauchzt vor Gott", based on Psalm 66, naturally contains some joyful expression - but only towards the end of the work. That part of the work, in which the organ and the mixed chorus act against each other, develops rather from a fearful and painful condition. The unsurpassed recording of the North German Broadcasting is the first recording of the vocally demanding work.

The main work on the recording, Guibaidulinas “Canticle of the sun”, is technically perhaps easier, but more demanding in its 40-minute length and dramaturgy. Directed by Philipp Ahmann, the choir and the soloists of the North German Broadcasting, the cellist Ivan Monghetti and the percussion instrumentalists succeed in creating a delicate world of colors. In its wide color palette the recording sounds warm. (…)”

Ville Komppa, Yle Helsinki (State broadcasting Helsinki), December 2016 (Translation: Amanda Martikainen)

 

 

"The opening piece „Jauchzt vor Gott“ (…) was recorded in Hamburg’s Hauptkirche St. Nikolai. Starting with an ever-circling plainchant-like idea, all the voices oft he excellent NDR Chor soon pool into a sonorous cloud out of which solo voices spin, punctuated with baleful comments oft he organ – a particulary impressive-sounding instrument in SACD sound. (…)"

BBC Music Magazine, Daniel Jaffé, March 2017

 

 

„(…) Dem Cellisten Ivan Monighetti gelingt all das hervorragend, ebenso wie die drei Vertreter des Ensembles Elbtonal Percussion den passenden Zugriff auf die Musik finden. Der NDR Chor begeistert durch große Geschlossenheit des Klangs, der gleichzeitig Charakter hat. (…)

Bereits in dem kurzen Chorstück „Jauchzt vor Gott“ gelingt dem Chor und den mitunter einzeln hervortretenden Stimmen eine vollendete Klangbalance im Widerspiel mit der Orgel, die in ihrem von Christian Schmitt realisierten Solo „Hell und Dunkel“ ohne aufzutrumpfen oder alle Register zu ziehen ein musikalisches Gemälde feiner, doch kontrastreicher Farben entstehen lässt. (…)“

Musik: *****, Klang *****

Fono Forum, Johannes Schmitz, April 2017

 

 

„Wiederaufnahme einer Tradition – Der NDR Chor setzt seine Tradition, zeitgenössische Chormusik zu fördern, mit dieser großartigen Einspielung auf eindrucksvolle Weise fort. (…) 'Jauchzt vor Gott' für Chor und Orgel aus dem Jahr 1989 ist eine Vertonung einiger Zeilen aus dem 66. Psalm. (…) 2012 erfolgte die hier vorliegende Einspielung in der Hamburger Hauptkirche St. Nikolai. Mit ihr führt der NDR Chor unter seinem Leiter Philipp Ahmann die große Tradition der Einspielung bedeutender neuer Chormusik in höchster Qualität fort – eine Tradition, die etwas ins Hintertreffen geraten war, weswegen die neue BIS-SACD (in beeindruckend großflächigem und doch klar strukturiertem Klang) umso mehr willkommen zu heißen ist. Christian Schmitt ist in diesem Fall ein kongenialer Partner, dem sein Orgelpart hörbar ‚in den Fingern’ liegt. (…) Der Höhepunkt der SACD ist aber 'Sonnengesang' für Cello, Kammerchor und Schlagzeug aus den Jahren 1997/8. (…)“

Magazin Klassik.com, Dr. Jürgen Schaarwächter, 16.07.2017

 

O sanctissima – O du fröhliche (2017 October)

Christmas songs from Germany and

around the world - Volume 2

 

Performers:

MDR Radio Choir, Philipp Ahmann (conductor)

 

Label: Genuin

 

 

Reviews:

 

„Wie klingt Weihnachten, rings um den Erdball? Der MDR Rundfunk- chor vereint Sängerinnen und Sänger aus zehn Ländern – und ist somit das perfekte Ensemble, um die Vielfalt an Traditionen zu erkunden, die weltweit mit dem Fest verbunden sind. Auf dieser CD lädt der MDR Rundfunkchor nun bereits zum zweiten Male dazu ein, Schätze aus vielen Regionen zu entdecken.

27 Weihnachtslieder haben die Profis aus Leipzig unter Leitung von Philipp Ahmann eingespielt. Darunter sind Klassiker, (…) aber auch Lieder aus Russland, Frankreich, England, Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark, Italien, Armenien, Venezuela, von den Bermudas, aus den USA, Japan und sogar, in Ersteinspielung, ein Lied aus Korea, das extra für diese CD entstanden ist.

Im Beiheft berichten Chorsänger, was sie an den einzelnen Liedern begeistert. Und auch der Zuhörer wird begeistert sein, denn die Leipziger musizieren auf höchstem Niveau. Mit dieser CD bestätigt der MDR Rundfunkchor einmal mehr seinen hohen Rang als eines der besten professionellen Ensembles Europas.“

Ouvertüre – der Klassik-Blog, 5.12.2017

 

„(…) künstlerisch hoch anspruchsvoll interpretiert (…)“

Concerti, Maximilian Theiss, Dezember 2017

 

„Weihnachtslieder aus aller Welt singt der MDR-Rundfunkchor unter Leitung von Philipp Ahmann. „O sanctissima“ aus Italien (so der Titel der CD) kennen wir als „O du fröhliche“, und manches von Schütz und Reger ist in Kantoreien hierzulande beliebt. Nun singen auch in diesem professionellen Chor mittlerweile Damen und Herren aus aller Welt – und haben dieses Programm inspiriert. (...) Es gibt also viel zu entdecken, der Chor und seine gelegentlich hervortretenden Solisten pflegen ihren legendären homogenen Klang.“

Andreas Bomba, Frankfurter Neue Presse, 14. Dezember 2017

 

„(…) Vorzüglich und makellos singt der MDR Rundfunkchor unter Leitung seines Gastdirigenten Philipp Ahmann (…) mit ausgesucht schönem Klang, sorgfältiger Intonation und guter Aussprache; (…) Überhaupt verdient der Blick über den europäischen Tellerrand hinaus besonderes Interesse. (…) Schön, dass einige Sängerinnen und Sänger sich an Weihnachtslieder und –bräuche aus ihrer Heimat erinnern oder gar komponierend und arrangierend tätig werden.“

Andreas Bomba, Das Orchester, Februar 2018